Notfallfonds zur Unterstützung des Promotionsabschlusses

Im Zuge der derzeit herrschenden Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie kommt es zu teilweise erheblichen Verzögerungen beim Abschluss von Promotionen. So können beispielsweise Labore nur eingeschränkt genutzt, notwendige (internationale) Reisen für Feldaufenthalte, Messungen etc. müssen verschoben, außerordentliche Aufgaben erledigt und Kinder außer der Reihe betreut werden. Zudem stehen die Betreuenden zum Teil nicht im üblichen Maße für den wissenschaftlichen Austausch zur Verfügung, insbesondere, wenn auch sie Kinder oder Angehörige zu betreuen und zu versorgen haben. Diese herausfordernde Situation führt dazu, dass teilweise Arbeitsverträge Promovierender ohne deren Verschulden vor Abschluss der Promotion auslaufen und aufgrund fehlender finanzieller Mittel auf Seiten der Institute keine bzw. nur eine begrenzte Anschlussfinanzierung möglich ist.

Um in dieser herausfordernden Zeit die Promovierenden zu unterstützen und einen erfolgreichen Abschluss zu ermöglichen, hat das KHYS einen Notfallfonds zur Unterstützung des Promotionsabschlusses aufgesetzt. Ziel der Maßnahme ist es, Promovierende zu unterstützen, die ihr Promotionsvorhaben aufgrund der einschränkenden Maßnahmen nicht wie geplant durchführen konnten und deren zeitlich befristete Finanzierung ausläuft, ohne dass eine Anschlussfinanzierung zur Verfügung steht.

Förderumfang

Mittelbereitstellung an Institute zur Finanzierung von halben Stellen (E13) für Doktorandinnen und Doktoranden, die von den Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie besonders betroffen sind. Dauer der Mittelbereitstellung: drei bis sechs Monate1.

Rahmenbedingung

Ein Nachweis über das Einreichen des Promotionsgesuches durch die Doktorandin/den Doktoranden muss dem KHYS innerhalb von sechs Monaten nach Ende der Förderung durch das Institut vorgelegt werden. Die Leitung des Instituts, an dem die/der Promovierende angestellt ist bzw. wird, zahlt die Mittel zurück, wenn das Promotionsgesuch nicht sechs Monate nach Ende der Maßnahme eingereicht wird.

 

Weitere Informationen finden Sie in der ▶ aktuellen Ausschreibung sowie im ▶ Prozess. Zudem steht eine ▶ PDF-Datei zum Download zur Verfügung, in der alle Informationen der Webseite zusammengefasst sind.

Bei Fragen zum Notfallfonds wenden Sie sich an Andreas Hahmann unter ▶ notfallfonds∂khys.kit.edu.

 

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1 Die Übernahme der Personalkosten erfolgt über eine Umbuchung durch KHYS. Eine Co-Finanzierung des Instituts zur Aufstockung der Stellen ist möglich. Das Institut der/des Promovierenden ist verantwortlich für alle administrativen Aspekte wie die Vertragserstellung/-verlängerung etc. und wendet sich diesbezüglich an PSE. Einstellungsvoraussetzungen sollten ggf. frühzeitig abgeklärt werden. Sollte kein Vertragsschluss zustande kommen, erfolgt keine Mittelbereitstellung durch das KHYS.
Bei Promovierenden, die bisher über ein Stipendium finanziert wurden, sind Besonderheiten zu beachten, die mit PSE besprochen werden müssen, um Nachteile für die Promovierenden zu vermeiden. Bei Promovierenden, die für den Aufenthalt in Deutschland ein Studierendenvisum haben, ist zu beachten, dass der Arbeitsvertrag lediglich 49% umfassen kann. Damit ist eine Immatrikulation weiterhin möglich.